← Zurück zum Journal Über mich · April 2026

Wie ich zur Fotografie kam — und warum ich nie mehr aufgehört habe.

Von Martina Eggenberger · 4 Minuten Lesezeit
Martina Eggenberger — Hochzeitsfotografin Ostschweiz

Ich war schon immer jemand, der lieber beobachtet als im Mittelpunkt steht. Als Kind war ich stundenlang mit Pinsel und Zeichenstift beschäftigt — nicht weil mich jemand dazu gebracht hätte, sondern weil es sich einfach richtig anfühlte. Ästhetik, Details, das Festhalten eines Moments auf Papier. Ich glaube, die Fotografie hat mich schon damals gerufen. Ich habe nur noch nicht gewusst, wie.


Von der Hotelfachschule zum Bodensee.

Nach meiner Ausbildung an der École hôtelière de Lausanne — einer der renommiertesten Hotelfachschulen der Welt — landete ich auf dem Schloss Wartegg am Bodensee. Vier Jahre lang war ich dort tätig und durfte mich unter anderem der Bildsprache des Hauses annehmen. Anfangs ganz bescheiden — mit dem Handy.

Aber je mehr ich fotografierte, desto grösser wurde das Verlangen nach mehr. Mehr Kontrolle, mehr Tiefe, mehr Ausdruck. Das Handy reichte irgendwann einfach nicht mehr. Also kaufte ich mir eine richtige Kamera — aus eigenem Antrieb, aus purer Leidenschaft.

Was als persönliches Interesse begann, wurde schnell zum Nebenjob. Und der Nebenjob wurde zur Selbstständigkeit. Neben der Fotografie entdeckte ich auch die digitale Gestaltung für mich — Bildbearbeitung, visuelle Kommunikation, der gesamte Prozess vom Rohbild bis zum fertigen Produkt. Alles aus einer Hand, mit demselben Feingefühl.

«Das Handy reichte irgendwann nicht mehr. Also kaufte ich mir eine richtige Kamera — aus eigenem Antrieb, aus purer Leidenschaft.»

Der Moment, der alles veränderte.

Es gibt keinen einen dramatischen Wendepunkt. Keine grosse Entscheidung, kein Aufwachen um Mitternacht mit dem Gedanken: Jetzt wird alles anders. Es war vielmehr ein langsames Ankommen. Ein immer klareres Gefühl, dass ich dort — hinter der Kamera — genau richtig bin.

Was mich an der Fotografie so fasziniert, ist das, was zwischen den Menschen passiert. In den Sekunden, in denen sie vergessen, dass jemand zuschaut. Der Blick, den ein Brautpaar tauscht, bevor sie sich küssen. Das Lachen eines Kindes, das plötzlich ausbricht. Die Hand einer Mutter, die die Hand ihrer Tochter hält.

Diese Momente kann man nicht inszenieren. Man kann nur bereit sein, wenn sie kommen.


Zuhause in Sirnach, unterwegs in der Ostschweiz.

Heute lebe ich in Sirnach im Thurgau und fotografiere Hochzeiten, Familien, Paare und Menschen in der ganzen Ostschweiz — und manchmal weit darüber hinaus. Jeder Auftrag ist anders. Jede Familie, jedes Brautpaar, jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte mit.

Und genau das ist es, was mich jeden Morgen aufstehen lässt.

Ich bin kein Mensch der grossen Worte. Ich bin lieber still, beobachte, warte. Und halte dann fest, was wirklich zählt. Nicht weil ich muss — sondern weil ich es liebe.

Martina Eggenberger Fotografin
Martina Eggenberger Hochzeitsfotografin aus Sirnach im Thurgau — unterwegs in der Ostschweiz, Zürich und darüber hinaus. Leidenschaftlich, feinfühlig, immer mit Kamera in der Hand.
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